Beutlers Interesse an der Kameraarbeit wurde in dem
Soziokulturellen Zentrum ZORA e.V. in Halberstadt geweckt,
wo Mirko Beutler von 1991 bis ‘94 als Sozialarbeiter die
hauseigene Video-Werkstatt betreute.
Der Umzug nach London ging mit dem Beginn seines Studiums am
Kingsway College einher, wo er einen Medien-Grundkurs belegte.
Dort schloss er wichtige Kontakte zu anderen Filmschaffenden und
zur Kunstszene in London.
‘95–’98 studierte er am College of Printing and Distributive
Trades (LCP) in Back Hill (jetzt London College of Communication
der University of the Arts London) und graduierte mit einem BA
(Hons) in Film und Fernsehen.
Seit dem arbeitet er freiberuflich für Art-Performances,
Corporates, Promos, Music Promos, Idents, Commercials, Kurz-,
Spiel- und Dokumentarfilmen.
Seit 2019 lebt und arbeitet er in Berlin und hat eine starke
Verbindung zur Kunst- und Kulturszene in London und Halberstadt,
wie dem John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt.
Für die VI. MKH-Biennale filmt er wieder die Dokumentation und
verwirklichte, in Zusammenarbeit mit der in Sachsen- Anhalt
ansässigen Künstlerin ilka Leukefeld, eines ihrer Kunstprojekte.
Für GEGENWART UND REFELXION // GEFILMTE GESPRÄCHE,
eine raumgreifende Video-Installation über die ausstellenden
Künstler:innen, hat er die Beleuchtung und Kameraarbeit organisiert,
gefilmt und geschnitten.
Bei Zusammenkünften mit ihrer Familie und Künstler:innen aus dem
Freundeskreis, war er hinter seiner Kamera mit dabei.
So unauffällig wie irgend möglich folgte er den dabei entstehenden
Gesprächen und konnte sensible Momente und den vertraulichen
Austausch filmisch einfangen.
Es bot sich an, diese Gespräche in einem traditionelleren
Interview Set-Up in den jeweiligen Ateliers der Künstler:innen zu
platzieren. Das hatte den Vorteil einer sorgfältigeren Ausleuchtung
der Personen, der Kunstwerke und von besseren Tonaufnahmen.
Das Flair der Ateliers sollte eingefangen werden und Kunstwerke für
die VI.MKH-Biennale sollten dabei möglichst im Hintergrund zu sehen
sein.
Die von Mirko Beutler gefilmten Künstlerporträts ermöglichen der
Öffentlichkeit wertvolle Informationen und Einblicke in die verschiedenen Biographien,
beginnend mit Erinnerungen aus der Vorwendezeit, bis hin zur Jetztzeit. Leukefeld und Beutler
wählten dafür eine Kameraeinstellung, welche einer direkten Verbindung mit dem Publikum entspricht.
Er arbeitete mit zwei Kameras, um angemessene Variationen verschiedener Blickpunkte der unterschiedlichen
Künstler:innen und Ihrer persönlichen Geschichten im Filmschnitt widerspiegeln zu können.
Gefilmt hat Mirko Beutler auf einer Sony FX9 als Hauptkamera. Als zweite Kamera nutzte er anfangs
eine Canon XC10, anschliessend eine Sony 6300.
Das Rohmaterial der Interviews wurde von ihm mit dem Schnittprogramm FinalCutX bearbeitet.
Die Gemeinschaftsarbeit, GEGENWART UND REFELXION // GEFILMTE GESPRÄCHE, ist zur VI.MKH-Biennale auf
mehrenen Monitoren versehen mit Kopfhörern, im Innenraum des Haupthauses der Martinikirche zu
sehen.





















