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Gegenwart und Reflexion – VI. MKH-Biennale Halberstadt 2026

Gegenwart und Reflexion

30. August — 27. September 2026

Martinikirche

  • Sabina Grzimek
  • Hans Scheib
  • Hans-Hermann Richter
  • Inge H. Schmidt
  • Peter Herrmann
  • ilka Leukefeld
  • Helge Leiberg
Hans Scheib – Apokalyptischer Reiter (Motiv Katalogumschlag)

Ausstellung

Die MKH-Biennale steht nicht nur für die Präsentation herausragender Kunstwerke. Sie ist inzwischen ein fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft und wirkt weit über Halberstadt hinaus.
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Sehr geehrte Ausstellende, verehrte Gäste der Halberstädter Kunst-Biennale, als stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Halberstadt und Vorstandsmitglied des Kuratoriums Stadtkultur Halberstadt e. V. freue ich mich, Sie alle zur sechsten MKH-Biennale willkommen zu heißen.
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Norbert Eisold
Pathos der Nähe
Um einen »sinnfälligen«, menschlichen Maßstab gegen die mehr oder weniger abstrakten, vom Individuum abgerückten »Konstruktionen der Geschichte« zu gewinnen, macht Walter Benjamin in seinem berühmten »Passagen-Werk« einen verblüffenden Vorschlag…
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Gegenwart
und
Reflexion
Im Landkreis Harz eröffnet am 30.08.2026 in Halberstadt die VI. MKH-Biennale, denn die Kunstwelt steht nie still. Sie reflektiert konstant die von der Vergangenheit geprägte Gegenwart. Die VI.MKH-Biennale versammelt Künstler:innen aus verschiedenen Regionen Ostdeutschlands…
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Pfeffermühlen­geschichten
Im Atelier Grzimek wird über den ausschlaggebenden Einfluss der Pfeffermühlengemeinschaft auf Kultur und Kunst in und um Halberstadt gesprochen, da Bärbel und Klaus Herre 1970 unter den Gründungsmitgliedern waren.
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Mirko Beutler

DOKUMENTARFILMER / KAMERAMANN

Mirko Beutler bei der Videoaufnahme

Beutlers Interesse an der Kameraarbeit wurde in dem Soziokulturellen Zentrum ZORA e.V. in Halberstadt geweckt, wo Mirko Beutler von 1991 bis ‘94 als Sozialarbeiter die hauseigene Video-Werkstatt betreute.
Der Umzug nach London ging mit dem Beginn seines Studiums am Kingsway College einher, wo er einen Medien-Grundkurs belegte. Dort schloss er wichtige Kontakte zu anderen Filmschaffenden und zur Kunstszene in London.
‘95–’98 studierte er am College of Printing and Distributive Trades (LCP) in Back Hill (jetzt London College of Communication der University of the Arts London) und graduierte mit einem BA (Hons) in Film und Fernsehen.
Seit dem arbeitet er freiberuflich für Art-Performances, Corporates, Promos, Music Promos, Idents, Commercials, Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilmen.
Seit 2019 lebt und arbeitet er in Berlin und hat eine starke Verbindung zur Kunst- und Kulturszene in London und Halberstadt, wie dem John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt.
Für die VI. MKH-Biennale filmt er wieder die Dokumentation und verwirklichte, in Zusammenarbeit mit der in Sachsen- Anhalt ansässigen Künstlerin ilka Leukefeld, eines ihrer Kunstprojekte.

Für GEGENWART UND REFELXION // GEFILMTE GESPRÄCHE, eine raumgreifende Video-Installation über die ausstellenden Künstler:innen, hat er die Beleuchtung und Kameraarbeit organisiert, gefilmt und geschnitten.
Bei Zusammenkünften mit ihrer Familie und Künstler:innen aus dem Freundeskreis, war er hinter seiner Kamera mit dabei.
So unauffällig wie irgend möglich folgte er den dabei entstehenden Gesprächen und konnte sensible Momente und den vertraulichen Austausch filmisch einfangen.
Es bot sich an, diese Gespräche in einem traditionelleren Interview Set-Up in den jeweiligen Ateliers der Künstler:innen zu platzieren. Das hatte den Vorteil einer sorgfältigeren Ausleuchtung der Personen, der Kunstwerke und von besseren Tonaufnahmen.
Das Flair der Ateliers sollte eingefangen werden und Kunstwerke für die VI.MKH-Biennale sollten dabei möglichst im Hintergrund zu sehen sein.
Die von Mirko Beutler gefilmten Künstlerporträts ermöglichen der Öffentlichkeit wertvolle Informationen und Einblicke in die verschiedenen Biographien, beginnend mit Erinnerungen aus der Vorwendezeit, bis hin zur Jetztzeit. Leukefeld und Beutler wählten dafür eine Kameraeinstellung, welche einer direkten Verbindung mit dem Publikum entspricht.
Er arbeitete mit zwei Kameras, um angemessene Variationen verschiedener Blickpunkte der unterschiedlichen Künstler:innen und Ihrer persönlichen Geschichten im Filmschnitt widerspiegeln zu können.
Gefilmt hat Mirko Beutler auf einer Sony FX9 als Hauptkamera. Als zweite Kamera nutzte er anfangs eine Canon XC10, anschliessend eine Sony 6300.
Das Rohmaterial der Interviews wurde von ihm mit dem Schnittprogramm FinalCutX bearbeitet.
Die Gemeinschaftsarbeit, GEGENWART UND REFELXION // GEFILMTE GESPRÄCHE, ist zur VI.MKH-Biennale auf mehrenen Monitoren versehen mit Kopfhörern, im Innenraum des Haupthauses der Martinikirche zu sehen.

Peter Hinz

Johann-Peter Hinz wurde 1941 als das achte von neun Kindern, in eine Pfarrersfamilie geboren. Er wuchs in Kolberg an der Ostsee auf, verbrachte nach der Flucht mit 4 Jahren ein Jahr in Berlin und erlebte seine Jugend und Schulzeit in Halberstadt.
1960 begann er eine Lehre als Betonbauer. Sein Wunsch, an der Hochschule Berlin-Weißensee Architektur zu studieren, wird ihm nach seiner Wehrdienstverweigerung und Nichtteilnahme an der Wahl verwehrt.
In den folgenden Jahren beginnt er ein Theologiestudium, welches er nach 2 Semestern abbricht. Die Lehre als Bauschlosser und Kunstschmied bei Prof. Fritz Kühn schließt er 1965 ab, um anschließend ein unerwartetes Studienangebot für Metallgestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein anzunehmen.

1968 wird er wegen der Beteiligung an der Protestaktion gegen die Sprengung der Uni-Kirche Leipzig kurzzeitig exmatrikuliert.
1969 offeriert die Stadt Halberstadt Student:innen der Burg ein neues Arbeitsumfeld für geplante Neubaugebiete, und so gründet Peter Hinz 1970, gemeinsam mit vier anderen Absolvent:innen und Angestellten der Burg, die Pfeffermühlengemeinschaft.
Keramikwerkstätten wurden eingerichtet und mit Klaus Herre teilte er sich eine Metallwerkstatt, aber die Auftragslage war in den Anfangsjahren besorgniserregend. Ab 1971 bemühte er sich, auch mit Kolleg:innen der Pfeffermühle, zeitgenössische Kunst in Halberstadt zu vermitteln.
Es wurden auch Kunstausstellungen in Magdeburg, Erfurt, Berlin und Frankfurt an der Oder organisiert.

1973 erfolgte seine Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR.
Ohne die Verbandsmitgliedschaft, oder Aufnahme in die Handwerkskammer, war die Auftragsbeschaffung für Freiberufler in der DDR so gut wie aussichtslos. Hinz war kritisch und engagiert.
Um sein künstlerisches Anliegen mit seinem kirchlichen Engagement zu verbinden, ergab sich 1983 die Möglichkeit, in der Martinikirche alljährlich in den Sommermonaten ehrenamtlich organisierte, niveauvolle Jazzkonzerte und zeitgenössische Kunst – Plastik, großräumige Textilien, Malerei, Objekte, Fotoausstellungen im sakralen Raum auszustellen.
Der Begriff ›offene Kirche‹ umschrieb dafür den Rahmen.
Bis Ende September 1985 war Hinz parteilos. Dann wurde er zum Gründungsmitglied des ›Neuen Forum‹ in Halberstadt und das kommunal-politische Engagement blieb für ihn bestimmend.
1988 erhielt Hinz einen Kunstpreis des Rates des Bezirks Magdeburg und 1989, im Jahr des Mauerfalls, organisierte Hinz eine Fotoausstellung zu dem Thema »Du sollst nicht Töten!«, welche reflektiv auf den 50. Jahrestag des Beginns des 2. Weltkriegs blickte.
Von Oktober 1989 bis Mai 1990 war er ein Vertreter des ›Neuen Forum‹ am ›Runden Tisch‹ in Halberstadt und nach einer einstimmigen Wahl, wurde er von 1990–99 zum Präsidenten der Stadtverordneten-Versammlung gewählt.
Das Bundesverdienstkreuz am Bande wurde Peter Hinz 1991 für sein soziales Engagement verliehen und 2001 zeichnete man ihn mit einer Ehrenbürgerschaft der Stadt Halberstadt aus.
Durch die Arbeit als Präsident des Stadt Parlamentes, blieb ihm nur wenig Zeit für seine künstlerische Tätigkeit.

Peter Hinz erkrankte 2001 schwer und verstarb 2007 in Halberstadt; die Pfeffermühlengemeinschaft wurde 2004 aufgelöst.
Das Leben von Johann-Peter Hinz war in ständiger Bewegung, seine Werke, politische und soziale Arbeit, und seine Person sind tief mit der Stadt Halberstadt und der Geschichte der Pfeffermühlengemeinschaft verbunden.
Viele seiner Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen der Stadt Halberstadt, der Kunstsammlung Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, der Stiftung Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und in der Stadt Magdeburg.
Posthum wurde nach ihm in Halberstadt die »Johann-Peter Hinz Straße« benannt.
Auf der VI. MKHBiennale werden zwei kleine, bisher noch nie in Halberstadt ausgestellte Skulpturen von Peter Hinz gezeigt.

(Inhalt basierend auf Auszügen aus dem autobiographischen Lebenslauf von Johann-Peter Hinz, verfasst 1990)

Programm

30/08
Eröffnung
So, 30.08.2026 · ab 17:30 Uhr · Martinikirche
Zur Eröffnung sind die Künstler:innen Sabina Grzimek, Inge H. Schmidt, ilka Leukefeld und Helge Leiberg persönlich anwesend.
30/08
Live Performance
So, 30.08.2026 · ab 19:00 Uhr · Martinikirche
Helge Leiberg mit der Band Gamble & Hope

Di/Do
Kuratorische Führung
Dienstags & Donnerstags · 14:30–15:30 Uhr · Martinikirche
Kuratorische Führung durch die Ausstellung
31/08
Führung
Mo, 31.08.2026 · 15:30–17:30 Uhr · Martinikirche bis Bahnhof
Skulpturenpfad zu den Werken von Johann-Peter Hinz

Vollständiges Programm

Partner

Seit 2014 wird Sachsen-Anhalts erste, internationale Kunstbiennale durch den Oberbürgermeister der Stadt Halberstadt unterstützt.
Dafür Danken wir!

Kunststiftung Sachsen-Anhalt
LOTTO Sachsen-Anhalt
Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Harz
Demokratie leben! / BMFSFJ
#WIR SIND DAS LAND / Sachsen-Anhalt
Stiftung der Kreissparkasse Halberstadt
VIS Verkehrs Industrie Systeme
NOSA Halberstadt
Hochschule Harz
Rotary Club Halberstadt
Lions Club Halberstadt
Marko Eggert, Steuerberater
Freimaurerloge ‚Friedrich zur Morgenröte‘ i.O. Halberstadt
Orthopädische Gemeinschaftspraxis F. Böhm & Dr. med. M. Tripps
PartyTour – Die Eventagentur

DIE MKH-BIENNALE IST EINE ARBEITSGRUPPE IM:

Kuratorium Stadtkultur Halberstadt e.V.

UNSER SPENDENKONTO:

Hier können Sie zur Verwirklichung der Monat_Kunst_Halberstadt-Biennale beitragen!
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Wir geben alles für die freie Kunst – lassen Sie sich auch begeistern?

KENNWORT: MKH 2026

HARZSPARKASSE IBAN:
DE 32 8105 2000 0340 1258 37
BIC: NOLADE 21 HRZ

Als gemeinnütziger Verein stellen wir Ihnen selbstverständlich gern eine Spendenquittung aus.